Sondersammlungen

Bei manchen Quellenkollektionen bzw. Quellensorten, die uns unsere Kooperationspartner für die Digitalisierung zur Verfügung stellten, bot es sich an, dafür spezielle Sondersammlungen anzulegen. Diese ermöglichen nun interessante Einblicke in kleinere, thematisch abgrenzbare Teilbereiche der Stadtgeschichte und Stadtkultur Breslaus.

 

Die Edikte und Ordnungen in der Wratislavia Digitalis decken einen weiten Zeitraum vom 16. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert ab. In großer Anzahl finden sich in der Sondersammlung beispielsweise Handwerksordnungen und Polizeiordnungen, aber auch eine Durchführungsordnung für Hochzeiten, Taufen und Begräbnisse aus dem 17. Jahrhundert. Ereignisse der „großen“ Geschichte spiegeln sich dagegen in der Kapitulationsurkunde Breslaus von 1807, der Mobilisierungsbekanntmachung von 1812 und einigen weiteren Dokumenten aus der Zeit der napoleonischen Kriege ab. Manche Edikte davon zeigen dazu recht deutlich, wie sich „Geschichte“ auf den Lebensalltag der Bevölkerung niederschlug.

 

Schwerpunktmäßig vom wirtschaftlichen und sozialen Leben Breslaus zeugen die Kleinschriften bzw. Kleindrucke, welche in der Gruppe der „Alltagsdokumente“ zusammengefasst wurden. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Rechnungen und Geschäftskorrespondenzen, aber auch Kataloge, Fahrpläne und sogar das Testament eines Breslauer Bürgers sind einzusehen.

 

Die Originalvorlagen der digitalen Sondersammlungen stammen aus den Beständen des Hauses Schlesien (Königswinter) und der Martin-Opitz-Bibliothek (Herne).

DIE DIGITALE STADTBIBLIOTHEK