Das Projekt

Seit Januar 2016 steht Breslau als europäische Kulturhauptstadt in einem besonderen Fokus der europäischen Kulturpolitik, der europäischen Öffentlichkeit und der Medien. Anlässlich dieses prestigeträchtigen Ereignisses haben sich Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen aus Deutschland, Polen und der Slowakei unter der Federführung des „Digitalen Forums Mittel- und Osteuropa e.V.“ (DiFMOE, München) zusammengeschlossen, um einem historisch interessierten Publikum einen besonderen kulturellen Schatz zu eröffnen, auf den man nun zu jeder Zeit, kostenfrei und ortsunabhängig zugreifen kann: Die reiche, aber auch sehr wechselvolle Vergangenheit der Stadt in schriftlichen und bildlichen Quellen. Möglich wurde dies über die Digitalisierung einer attraktiven Auswahl des in Breslau entstandenen bzw. sich auf Breslau beziehenden schriftlichen und bildlichen Kulturguts. Der fokussierte Zeitraum erstreckt sich dabei vom 16. Jahrhundert bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Bei den ausgewählten Titeln, Dokumenten und Bildzeugnissen finden sich im Wesentlichen solche, die in Breslau selbst gedruckt wurden. Auf den Besucher warten Periodika, vor allem Zeitschriften, Adressbücher, Jahrespublikationen sowie ein umfangreicher Bestand der Breslauer statistischen Jahrbücher ebenso, wie monographisches und mehrbändiges Schriftgut: Wissenschaftliche Literatur, Lehr- und Sachbücher, religiöse Literatur, verschiedenste Sorten der Belletristik und Vieles mehr. Von speziellem Interesse und in großer Auswahl vorhanden sind Werke zur Stadtgeschichte Breslaus sowie zur Geschichte und Bevölkerung Niederschlesiens und Schlesiens im Allgemeinen. Besonders hervorzuheben sind außerdem die beiden Sondersammlungen: Schlesische bzw. Breslauer „Edikte und Ordnungen“ mit zahlreichen Rara aus dem 16., 17., 18., und 19. Jahrhundert und historische „Alltagsdokumente“, vor allem aus dem täglichen Wirtschaftsleben der Stadt.

Ein Bestand von rund 500 digitalisierten Ansichtskarten vermittelt dem Betrachter auch einen sinnlich greifbaren Eindruck des historischen Breslau – seiner Straßen, Plätze, Gebäude und Bewohner. Eine räumliche Zuordnung von Text- und Bildinhalten ermöglich eine große Kollektion aus alten Stadtplänen und Landkarten.

Nach der Cassovia Digitalis, der Riga Digitalis und der Pilsna Digitalis ist die Wratislavia Digitalis das vierte Kulturhauptstadtprojekt des Digitalen Forums Mittel- und Osteuropa (DiFMOE).

Links:

www.difmoe.eu

www.cassovia-digitalis.eu

www.riga-digitalis.eu

www.pilsna-digitalis.eu

DIE DIGITALE STADTBIBLIOTHEK